2. Februar 2011
Ich weiß, dass es Menschen gibt, deren Hobby es ist, irgendwelche Dinge zu sammeln. Briefmarken sind der Klassiker, aber wohl nicht mehr so im Trend. Besonders Männer scheinen sich gern mit mehr oder weniger den gleichen Dingen in hundertfacher Ausgabe zu umgeben. Dass es viele Frauen gibt, die Schuhe sammeln, ist ja kein großes Geheimnis. Aber Schuhe werden ja auch getragen, zumindest ein Mal. Aber was macht man mit 3000 Bierdeckeln? An die Garagentür nageln? Ist das eine Ersatzhandlung für urzeitliches Bärenfell-in-die-Höhle-schleppen?
Mein Kumpel Malte, nein er ist kein Sammler, arbeitet als Berater für verschiedene Firmen. Er gibt Hilfestellung bei Internetauftritten und beim Design von Werbematerialien. Für eine mittelständische Firma hat er ganz kreativ Plissees entwickelt, die zum einen dem Sichtschutz und Sonnenschutz dienen aber zum anderen nach außen hin mit Werbung des Unternehmens bedruckt sind. Jeder der an der Firma vorbeigeht, bleibt stehen, um die Teile zu bewundern.
Letzte Woche war Malte auf Kundenbesuch in einer ländlichen Gegend. Irgendein Verkaufsmensch einer richtig großen deutschen Firma hat dort sein Domizil errichtet, fernab jeglichen Stresses und Zivilisation. Manche würden es als „Pampa“ bezeichnen. Malte hatte den Herrn schon in der Firma kennen gelernt und ihn mir als attraktiven, smarten Mittvierziger beschrieben. Nun besuchte er ihn zu Hause, um ein paar Details zum Auftrag zu besprechen. Dort traf ihn der Schlag. Der aalglatte Manager sammelte Engelchen aus Holz, die mit den weißen Punkten auf den grünen Flügeln. An jeder Wand waren Regale befestigt, welche über und über mit Engeln in allen Ausführungen bestückt waren. Malte fragte scherzhaft, ob das noch Weihnachtsdekoration sei. Aber nein, der gute Mann erklärte, dass er seit seiner Kindheit die Engel sammele, eine Art Sucht entwickelt habe und das ganze jetzt ausufernde Dimensionen angenommen hätte. Malte hat ihm dann angeboten, ihm ein günstiges Plissee mit aufgedruckten Engeln zu designen und traf auf vollste Begeisterung.
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15. Oktober 2009
Ich weiß, dass es Menschen gibt, deren Hobby es ist, irgendwelche Dinge zu sammeln. Briefmarken sind der Klassiker, aber wohl nicht mehr so im Trend. Besonders Männer scheinen sich gern mit mehr oder weniger den gleichen Dingen in hundertfacher Ausgabe zu umgeben. Dass es viele Frauen gibt, die Schuhe sammeln, ist ja kein großes Geheimnis. Aber Schuhe werden ja auch getragen, zumindest ein Mal. Aber was macht man mit 3000 Bierdeckeln? An die Garagentür nageln? Ist das eine Ersatzhandlung für urzeitliches Bärenfell-in-die-Höhle-schleppen?
Mein Kumpel Malte, nein er ist kein Sammler, arbeitet als Berater für verschiedene Firmen. Er gibt Hilfestellung bei Internetauftritten und beim Design von Werbematerialien. Für eine mittelständische Firma hat er ganz kreativ Plissees entwickelt, die zum einen dem Sichtschutz und Sonnenschutz dienen aber zum anderen nach außen hin mit Werbung des Unternehmens bedruckt sind. Jeder der an der Firma vorbeigeht, bleibt stehen, um die Teile zu bewundern.
Letzte Woche war Malte auf Kundenbesuch in einer ländlichen Gegend. Irgendein Verkaufsmensch einer richtig großen deutschen Firma hat dort sein Domizil errichtet, fernab jeglichen Stresses und Zivilisation. Manche würden es als „Pampa“ bezeichnen. Malte hatte den Herrn schon in der Firma kennen gelernt und ihn mir als attraktiven, smarten Mittvierziger beschrieben. Nun besuchte er ihn zu Hause, um ein paar Details zum Auftrag zu besprechen. Dort traf ihn der Schlag. Der aalglatte Manager sammelte Engelchen aus Holz, die mit den weißen Punkten auf den grünen Flügeln. An jeder Wand waren Regale befestigt, welche über und über mit Engeln in allen Ausführungen bestückt waren. Malte fragte scherzhaft, ob das noch Weihnachtsdekoration sei. Aber nein, der gute Mann erklärte, dass er seit seiner Kindheit die Engel sammele, eine Art Sucht entwickelt habe und das ganze jetzt ausufernde Dimensionen angenommen hätte. Malte hat ihm dann angeboten, ihm ein günstiges Plissee mit aufgedruckten Engeln zu designen und traf auf vollste Begeisterung.
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